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Cosmos Children

Cosmos Centre

Cosmos Centre


Hilfsprojekt für Kinder mit Behinderungen in Ghana
 

Mein Name ist Francis Kyere Boakye, geboren und aufgewachsen in Dormaa Ahenkro, Ghana. Bereits seit dem Jahr 2000 betreue ich Kinder mit Behinderungen. Anfangs im norwegischen Tromsö anschließend in Järna, Schweden. Dort konnte ich im Frühjahr 2008 eine 5-jährige Ausbildung zum Heilpädagogen abschließen.

Seit vielen Jahren ist es mein Traum Kinder mit Behinderungen in Afrika zu betreuen, um ihnen eine bessere Lebensperspektive zu ermöglichen. Aus diesem Traum heraus ist der Plan entstanden, ein selbst haushaltendes Heim in Dormaa Ahenkro, Ghana, mit Therapiemöglichkeiten, einer Schule und einer Behindertenwerkstatt zu errichten. Meine Frau Susanne Wärnhjelm wird das Projekt ebenfalls betreuen. Als Kinderärztin behandelt sie seit vielen Jahren Kinder mit Behinderungen in Schweden.
Bei einem Besuch meiner Heimatstadt Dormaa Ahenkro vor drei Jahren, habe ich die ersten Kontakte zu Familien mit Kindern mit Behinderungen herstellen können. Damals lernte ich Ataa, 11 Jahre, mit einer zerebralen Lähmung, sowie ein weiteres Kind mit Down Syndrom kennen.
In den folgenden Jahren habe ich immer wieder mein Dorf besucht und viele Menschen, wie z.B. meine ghanaische Nachbarin Ama, Ataas Pflegemutter, und ihren Sohn Kwabena, von der Notwendigkeit meines Hilfsprojektes überzeugen können. Auch der politische Leiter des Dormaa Distrikts sowie der Bürgermeister in Dormaa Ahenkro stehen hinter dem geplanten Projekt. Es wurde als NGO (non-governmental organisation) klassifiziert.
Den kleinen Kwame lernte ich vor ca. 1 ½ Jahren kennen, als ich für Amas Pflegesohn, Ataa, einen Rollstuhl aus Schweden mitbrachte, mit dessen Hilfe es Ataa ermöglicht wurde eine ganz normale Schule zu besuchen. Im Zuge dessen bekam der junge Kwame, der ebenfalls an einer schweren zelebralen Lähmung leidet, einen neuen Kinderwagen. Ab diesem Zeitpunkt wurde sowohl Ataa, als auch Kwame finanziell von mir unterstützt.
Durch die bekannten Umstände, werde ich Kwame nun adoptieren um ihm in Schweden ein besseres Leben ermöglichen zu können.
Da der Leidensweg Kwames leider kein Einzelschicksal ist, muss auch in Ghana schnellstmöglich ein Hilfsprojekt gestartet werden. Einen ersten Lichtblick zeigt mein geplantes Hilfsprojekt auf.
 Für den Bau des „Cosmos“-Heimes ist ein schönes Stück Land am Grenzfluss des Staates vorgesehen, das ich vor geraumer Zeit geerbt habe. Es ist jederzeit möglich, dieses Stückchen Land für unsere Zwecke zu erweitern.

Ziele des Projektes:
- Kinder- und Pflegerunterkünfte mit eigener Solarenergieversorgung

- Ein Gasthaus für einheimische und ausländische Mitarbeiter

- Brunnen für frisches Trinkwasser

- Eine ökologische Abwasser-Reinigungsanlage.

- Einen ökologischen Nutzgarten für Obst und Gemüse.

- Häuser für ökologische Tierhaltung (Hühner, Schafe, Kühe, Pferde und Esel).

- Eine Parkanlage mit Spielplatz
- Einen Versammlungssaal
- Ein Therapiezentrum

- Ein Schulhaus

- Eine Behindertenwerkstatt

- Ein Geschäft zum Verkauf der heimintern produzierten Waren

Ich bitte Sie, mich bei meinem Traum zu unterstützen, den Kindern in Dormaa Ahenkro neue Lebensperspektiven zu eröffnen.



Kwame


Kwame ist 2005 unter schweren Umständen zur Welt gekommen. Er leidet seit seiner Geburt unter einer zerebralen Lähmung, wodurch sich seine Körpermotorik nicht regulär entwickeln konnte. Zudem ist er durch ein zu kurzes Zungenband in seiner Sprachentwicklung gehindert. Kwame wurde von seiner Großmutter aufgezogen, da seine Mutter nach der Geburt verschwand. Sein Vater gab ihm die Schuld für den familiären Armutszustand und die Familie versuchte des öfteren ihn zu Tode zu hungern oder verdursten zu lassen.

kwami2

Im März 2009 konnte das Vorhaben, Kwame mit einer Droge zu töten, durch Cosmos Eingreifen verhindert werden. Da in Ghana keine optimale Unterbringung für Kwame organisiert werden konnte und sein Vater ihn nicht in Dormaa Ahenkro sehen möchte, werden Cosmos und Susanne ihn adoptieren und mit nach Schweden nehmen. Dort wird ihm die medizinische und therapeutische Hilfe ermöglicht die er benötigt. In Schweden wird er einer Zungenbandoperation unterzogen und von einem Logopäden und einem Physiotherapeuten betreut. Später wird er in die Schule gehen.



Nsuoba


Hoffnung schaffen 

In Ghana gibt es einige Familien, die nicht ausreichend aufgeklärt sind, die Behinderung ihrer Kinder verstehen zu können und damit einhergehende Hilfestellungen zu leisten. Durch die herrschende Armut in Ghana ist eine medizinische Behandlung dieser Kinder nicht immer einfach.

Oft wird diesen Kindern die Schuld an dem familiären Unglück gegeben, da man glaubt, dass die Kinder verflucht sind und Schande über die Familie bringen. Ein Kind mit Behinderung zu Gebären bedeutet, dass ein Familienmitglied eine Regel verletzt und damit den Fluch ausgelöst hat. Es heißt, dass Kinder mit Behinderungen vom Fluss herbei getragen werden. In Ghana nennt man sie daher Flusskinder „Nsuoba“. Die Familien bekommen den Rat, die Kinder dem Fluss zurück zu geben. Dies bedeutet, dass die Kinder am Flussbett niedergelegt werden, wo sie sterben. Am Flussbett, so wird erzählt, verwandeln sich die Kinder in einen Fisch oder eine Schlange.

Manche Eltern wollen ihre Kinder diesem Schicksal nicht überlassen. Sie verstecken ihre Kinder mit Behinderungen im Haus. Dort gibt es jedoch kaum körperliche noch geistige Entwicklungsmöglichkeiten für das Kind.

Bisher gibt es nur wenige Einrichtungen in Ghana, die sich um Kinder mit Behinderungen kümmern und eine Wiedereingliederung dieser in die Dorfgemeinschaft ermöglichen. Die Heimatstadt des kleinen Kwami könnte mit Ihrer Hilfe einen Ort für ghanaische Familien mit einem Kind mit Behinderung schaffen.